INVG: Verluste, alte Technik und fehlende Visionen

Der Stellenwert von Automobilen für Ingolstadt ist unumstritten. Eher umstritten ist neben einigen verkehrsplanerischen Fehlgriffen die Zukunft einer Nahverkehrsversorgung für die (Innen-)Stadt Ingolstadt. Der massive Zuzug neuer Mitbürger und die Verantwortung gegenüber unserer Umwelt zwingen zu einem attraktiveren öffentlichen Nahverkehr. 
 
Dem  Anschein nach befindet sich die INVG aber in einer (ungewollten?) Blockade: Es fehlen informationstechnische und organisatorische Prozesse, die auf Höhe der Zeit sind. Die Webseite und Kundeninformationsmöglichkeiten befinden sich auf dem Stand von vor 15 Jahren. Open Data, sprich für Kunden und Drittanbieter nutzbare Informationen - bspw. für Handys und an frequentierten Haltestationen aktualisierte Zeit- und Informationstafeln - fehlen ganz. Die einzige technische Neuerung, die augenscheinlich passierte, ist eine fragwürdige Videoüberwachung in den Bussen. 
 
Für das Geschäftsjahr 2014/15 steigt der prognostizierte Verlust auf 11,6 Millionen Euro. Was haben wir also zu verlieren wenn wir im öffentlichen Nahverkehr ganz neu denken? Fahrscheinloser Nahverkehr, der tatsächlich möglich ist, und ein Neustart des Liniennetzes mit piratigem dezentralem Ansatz wären nur zwei erste Ideen unsererseits. Wir bieten dazu gern unsere Hilfe an. Die Verantwortlichen müssen nur wollen.

Kommentare

Betriebsfahrten der INVG

mit dem Gedanken könnten auch die leeren Buse (Betriebsfarten) die bei höchstem Verkehrsaufkommen leer durch die Gegend fahren und auch noch die Straßen verstopfen - Sinnvoll Personen befördern werden - Buse die Personen beförden eine super Vorstellung!

Bedarfsgerechtes Liniennetz

Leerfahrten zu vermeiden bzw. als zusätzliche Personenbeförderung nutzen zu können wäre prima.
 
Außerdem würde ich mir ein Abgleich des Liniennetzes mit den tatsächlichen Beförderungsbedarfen wünschen.
 
Damit mehr Ingolstädter mit dem Bus zu Arbeit fahren, muss diese in angemessener Fahrzeit erreichbar sein. Hierzu gehört sicherlich eine bessere Busanbindung von Audi (inkl. der Technischen Entwicklung und der Nordseite des Werks), eine angemessene vom ZOB unabhängige Netzabdeckung des Gebiets Klinikum/Westpark/Gewerbegebiet Mittlere Heide/GVZ/Audi und bestimmt gibt es noch viele andere Knackpunkte in Ingolstadt, die unbedingt angeschaut werden müssten.
 
Eine Smartphone-App, die mir unter Anderem anzeigt, wann der nächste Bus kommt, welche aktuellen Fahrplanänderungen es gibt, etc. wäre natürlich auch toll - zusammen mit einem bedarfsorientierten dezentralen Liniennetz wäre das ein Gewinn für Ingolstadt!
 

Absolute Zustimmung!

Absolute Zustimmung!

Sicherlich kann man einiges

Sicherlich kann man einiges an der INVG verbessern wie u.a. Taktverdichtung oder mal das Liniennetz neu zu optimieren.
Ich interessiere mich für den ÖPNV in Ingolstadt und habe Fahrplanhefte von dem 70er und 80er Jahren aus Ingolstadt dort war meiner Meinung nach die Stadtlinien (nur Stadt Ingolstadt) und regional Linien viel besser voneinander getrennt. So hatte man zB das die Linie "50" nur bis Friedrichshofen gefahren ist und nach Gaimersheim die Linie 9235 der Bahn. Ich wäre nicht enttäuscht, wenn man dies wieder einführen würde. Dann könnte man die Takte besser verlegen Stadtlinien alle 10,20 Minuten Regionalinien je 15,30,60 Minuten. Wünschenswert wäre es, auch wenn man die Bürger fragt, was sie wollen. Eine neue Homepage kommt ja, wenn sie in das Neue Nordbahnhof Gebäude eingezogen sind.
 
Alles im allen wir werden sehen, wie unser ÖPNV in 3 Jahren ist ... ich hoffe auf verbesserung.. auch in der Stadt Vohburg....

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