Schnell Erste Hilfe leisten schafft mehr Sicherheit – Überwachung nicht

»Stabile Seitenlage«? »Wiederbelebung«? Viele Menschen haben diese Begriffe zwar durchaus schon gehört, wissen aber nicht mehr zu 100%, was sie bedeuten, oder wie sie umzusetzen sind. Laut einer Studie des Deutschen Roten Kreuzes kann nur ein Drittel aller deutschen Autofahrer die erforderlichen Erstmaßnahmen durchführen. In Anbetracht dessen, dass die Hälfte der Verkehrstoten auf Europas Straßen innerhalb der ersten Minuten nach einem Unfall sterben, sieht man das Potential, das in der Schulung der Ersthelfer liegt.

Laut dem Deutschen Roten Kreuz sollten die Erste-Hilfe-Kenntnisse alle 2 Jahre aufgefrischt werden. Viele haben in ihrem Leben bisher erst einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht, oder der letzte liegt schon mehrere Jahre zurück. Auch deswegen hat knapp die Hälfte aller deutschen Autofahrer Angst, bei der Ersten Hilfe etwas falsch zu machen.

Dabei kann jeder völlig unvorhergesehen in die Situation kommen, Erste Hilfe leisten zu müssen. Ob nun als Autofahrer, der z. B. auf einer Landstraße ein Auto vorfindet, das im Straßengraben liegt, als Passant, der jemanden am Boden liegend vorfindet, oder als Familienmitglied, das in einer Notsituation Ersthelfer ist. Erste Hilfe rettet Leben!

Einige Kurse behandeln nur die »Lebensrettenden Sofortmaßnahmen« (LSM), es gibt aber bei den anbietenden Organisationen immer auch ausführlichere Kurse. Der Zeitaufwand ist mit einem Tag für LSM sehr kurz und effektiv, die ausführlicheren Kurse dauernd in der Regel 2 Tage. Die Kosten belaufen sich auf ca. 20 € für LSM-Kurse, und im Durchschnitt 45 € für die umfassenderen Kurse. Die Preise im Detail erfahren Sie bei den Kursanbietern direkt – Kursanbieter sind z.B. das Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter Unfallhilfe oder der ADAC.

Dieser Aufruf findet im Rahmen der „Kampagne für mehr Sicherheit“ der Piratenpartei Deutschland statt. Die Kampagne soll aufzeigen, welche Dinge wirklich „mehr Sicherheit“ bringen, im Gegensatz zu Überwachung, die lediglich das Gefühl der Sicherheit erhöht und im allerbesten Fall höchstens die Aufklärung von Straftaten erleichtert.

Weitere ausgewählte Beispiele der „Kampagne für mehr Sicherheit“:
– Wissen wie lang der Bremsweg ist, bringt mehr Sicherheit – Überwachung nicht.
– An Zebrastreifen für Fußgänger anhalten bringt mehr Sicherheit – Überwachung nicht.
– Wissen wo der Feuerlöscher ist bringt mehr Sicherheit – Überwachung nicht.
– In jeder Wohnung Rauchmelder installieren bringt mehr Sicherheit – Überwachung nicht.
– Anderen Menschen helfen schafft mehr Sicherheit – Überwachung nicht.

Weitere Details zur Kampagne findet man unter mehrsicherheit.tumblr.com.


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